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Wespenbekämpfung
Wespen gehören auch im Engadin zum Sommer – und sie erfüllen eine wichtige Aufgabe in der Natur. Sie fressen Schädlinge wie Fliegen, Mücken und Raupen und tragen so zu einem natürlichen Gleichgewicht bei. Eine Bekämpfung ist deshalb nicht in jedem Fall nötig.
Im Engadin treten vor allem drei Wespenarten häufig auf:
- Deutsche Wespe (Vespula germanica) – oft an Essplätzen und in der Nähe von Menschen anzutreffen. Die Nester sind zumeist in Hohlräumen zu finden.
- Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) – baut gerne Nester in Hohlräumen wie Dachstühlen oder Erdlöchern.
- Sächsische Wespe (Dolichovespula saxonica) – meist weniger aggressiv, ihre Nester findet man oft an geschützten Stellen im Freien.
Ein Eingreifen ist in der Regel nur nötig, wenn ein Nest eine direkte Gefahr darstellt – etwa in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern, Kinderspielplätzen oder stark frequentierten Wegen. In solchen Fällen können wir von der Feuerwehr Pisoc unterstützen und fachgerecht einschätzen, ob eine Entfernung des Nestes erforderlich ist.
Bekämpfung
Grundsatz:
Wenn möglich bis zum Saisonende abwarten, dann Nest entfernen.
Bekämpfung durch die Feuerwehr:
- Vernichtung mit Gift (Nervengift), Nest entfernen und entsorgen.
- Bestäuben mit Diatomeenerde (pulverförmige Substanz, die hauptsächlich aus den Schalen fossiler Kieselalgen gewonnen wird). Die Tiere und das Nest trocknen innert 1 bis 2 Wochen aus.
Kosten:
Der Einsatz der Feuerwehr bei der Wespenbekämpfung ist kostenpflichtig und wird mit mindestens 300.- Franken in Rechnung gestellt. Aufwendungen, die höhere Kosten nach sich ziehen (z.B. den Einsatz der Autodrehleiter) werden nach effektivem Aufwand abgerechnet.
Verantwortlich für den Fachbereich Wespenbekämpfung:
Hptm Andreas Kunz
Vizekommandant Pumpiers Pisoc
079 860 35 25